Die erste Woche, Zeugnisse, Abschlussveranstaltungen, VSK-Regeln        

Elternbrief 29. Mai

„Am besten, ihr geht jetzt nach Hause - damit ihr morgen wiederkommen könnt. Denn wenn ihr nicht nach Hause geht, könnt ihr ja nicht wiederkommen. Und das wäre schade.“

Pippi Langstrumpf

 

Liebe Eltern,
eine spannende Zeit liegt hinter uns und es ist schön, dass mit den Kindern wieder mehr „Leben“ in die Schule zurückgekehrt ist. In der wöchentlichen Sitzung berichten die Kollegen, dass sich die Schülerinnen und Schüler ebenfalls sehr gefreut haben, die Kinder motiviert mitarbeiten und sich meist gut an die neuen Regeln halten.

Vor den Ferien mussten wir uns sehr schnell für ein Modell der Beschulung entscheiden. Rücksprachen mit Ihnen, liebe Eltern, oder den Gremien waren über wenige Telefonate hinaus nicht möglich. Zwar sind wir überzeugt, für die Kinder das bestmögliche Modell geplant zu haben, für Sie als Eltern vermutlich aber nicht in jedem Fall. Während sich einige Eltern gefreut haben, endlich mal zwei Stunden oder etwas länger zu Hause in Ruhe arbeiten zu können und danach ein Kind mit nur wenigen Aufgaben zu betreuen, müssen andere Eltern ihre Kinder bringen und abholen, vielleicht einem Erstklässler danach noch beim Erlesen der Aufgabe helfen und kommen so kaum zum Arbeiten. Vielen Dank an dieser Stelle für die engagierte Unterstützung, Ihre Rückmeldungen und Ihr Durchhaltevermögen.

Obwohl auch wir uns natürlich die Regelbeschulung zurück wünschen, haben wir einige positive Aspekte in dieser Art der „Ersatzbeschulung“ bemerkt: Die Arbeit mit und in den kleinen Gruppen ist intensiv und konzentriert. Die Kollegen berichten, dass sie jedes einzelne Kind noch besser im Blick haben, auf individuelle Fragen eingehen können und mehr Inhalte als gewöhnlich in zwei Unterrichtsstunden zu schaffen sind. Auch der Redeanteil der Kinder ist im Vergleich deutlich höher, dies ist zum Beispiel im Englischunterricht vorteilhaft für alle Kinder.

Es ist uns klar, dass all das natürlich dem Vergleich mit einem Regelschultag nicht standhält. Aber es ist sicher auch ein Lichtblick bei all den Herausforderungen, die wir alle meistern.

Über das Feedback der Lehrer hinaus haben wir auf den Wunsch aus der Elternschaft noch einmal über das „Wechselmodell“ im Kollegium diskutiert. Es ist uns bewusst, dass dieses für Sie unter Umständen erneut einen hohen Organisationsaufwand bedeutet, den wir Ihnen gern ersparen würden. Ebenso haben uns jedoch auch Stimmen erreicht, die sich den Wechsel dringlich wünschen, da die Einteilung in die zweite Gruppe zwei wesentliche Herausforderungen mit sich bringt: Es ist für die Kinder deutlich schwieriger, sich vor oder im Anschluss an die Schule zu motivieren, „Hausaufgaben“ zu erledigen. Außerdem berichten Eltern und Kollegen, dass die erste Lerngruppe spürbar „frischer“ mitarbeitet. Dies zusammengenommen mit Ihren Rückmeldungen hat uns dazu bewogen, am geplanten  Wechselmodell festzuhalten.

 

Zeugnisse

Darüber hinaus befassen wir uns aktuell mit den Zeugnissen: Der Senat hat die Schulleitungen informiert, dass wir auf Basis der Rechtsgrundlagen trotz Ausnahmesituation Zeugnisse erstellen können und müssen. Diese Zeugnisse passen wir nun entsprechend an:

  • Das Zeugnis enthält einen einführenden Satz zur Besonderheit dieses Schuljahres.
  • Inhalte, die erst im kommenden Jahr unterrichtet werden, werden entsprechend ausgewiesen und selbstverständlich nicht bewertet.
  • Anders als in den vergangenen Jahren erhält Jahrgang 4 in allen Hamburger Schulen ein Ganzjahreszeugnis (sonst Halbjahreszeugnis).

Unsere Zeugnisse verstehen wir grundsätzlich als informative Rückmeldung an das Kind und die Eltern: Welche Kompetenzen beherrscht der Schüler bereits gut und wo besteht noch Nachholbedarf? Wichtig ist uns auch in diesem Jahr, die tatsächlichen Leistungen Ihres Kindes transparent und klar darzustellen.

 

Abschlussveranstaltungen

Wir freuen uns sehr über die Mitteilung der Behörde in dieser Woche:

  1. An schulischen Zeugnisübergaben und Abschlussveranstaltungen können Schülerinnen und Schüler, schulisches Personal sowie Sorgeberechtigte teilnehmen.
  2. Es gibt keine Obergrenze für die Zahl der Teilnehmenden. Die Anzahl der Gäste ist so zu bemessen, dass der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während der Veranstaltung sowie beim Zu- und Abgang durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen sichergestellt ist.
  3. Die Räume sind vor und nach der Veranstaltung gut zu lüften.
  4. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen gesund sein, sie dürfen insbesondere keine Symptome einer akuten Erkältung oder Atemwegserkrankung zeigen.
  5. Die sonstigen Maßnahmen des Infektionsschutzes und der allgemeinen Hygienemaß-nahmen zur Reduzierung des Infektionsrisikos werden beachtet.

Das heißt nach heutigem Stand, wir können uns vor allem von unseren 4. Klassen im entsprechenden Rahmen verabschieden.

 

VSK-Regeln

Auch eine andere Behördeninformation lässt in diesen Tagen hoffen: Mit Rücksicht auf das Alter der Schülerinnen und Schüler und für eine altersangemessene Betreuungs- und Lernsituation müssen die Vorschülerinnen und Vorschülern in ihrem eigenen Klassenraum den in allen anderen Klassenstufen geltenden Mindestabstand von 1,50 Metern nicht mehr einhalten. Dies macht ganz sicher Hoffnung auf das nächste Schuljahr. Auch wenn wir in den letzten Wochen oft lernen mussten, wie schnell sich feste Dinge wie ein geregelter Ganztagsschulbetrieb fast auflösen können, so planen wir doch das Schuljahr 2020/2021 als Regelschuljahr und hoffen, dass wir ganz oder weitgehend normal starten dürfen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein sonniges Pfingstwochenende.

Bleiben Sie gesund, Ihre

Anja Behrendt und Cornelia Litters

Schulleitungsteam